• 12.11.2009

    SOSERTAO


    Da wir teilweise wirklich nur in der Pampa unterwegs waren und kaum Internetzugang , so wie einfach keine Zeit hatten, gibt es jetzt eine kleine Zusammenfassung. Durch die langen Strecken die wir zurückzulegen hatten, waren wir oft erst spät nachts im Hotel, bzw.geht es hier immer schon um halb acht in der früh auf den Startplatz.

    Von Allianca, ging es über Junco, Patu, Quixada, Ipu, Luzilandia bis nach Bareirinhas. Dabei waren die Etappen zwischen 120 und 295km. Für die Drachen perfekt, sind jeden Tag einige ins Ziel gesegelt, war es für die Gleitschirmflieger doch manchmal ganz schön weit.

    Die Bedingungen sind hier einfach perfekt, für weite Flüge: Es dürfte eines der wenigen Gegenden der Welt sein, in denen um diese Jahreszeit zu 100% die Sonne und die Cumuli am Himmel stehen und der Wind aus der fast immer gleichen Richtung kommt. Die Flugzeit geht von 8 Uhr in der Früh, bis ca. 17 Uhr am Abend.
    Trotz Brasilien, war der Bewerb bzw. die Expedition bestens organisiert. 6 Jeeps sorgten dafür, dass wir egal wo wir gestrandet waren, am Abend im nächsten Ort ankamem. Da es eine relativ unbewohnte Gegend ist, ist zwischen den Städten oft kaum Zivilisation, oder gute Strassen zu finden, was die Rückholerei oft zu einem noch größeren Abenteuer als das Fliegen gemacht hat.

    Für mich st das hier definitiv eine der besten Gegenden der Welt um auf Strecke zu gehen, eine Wetterkonstanz die Ihresgleichen sucht und eine absolut beeindruckende Gegend, so wohl aus der Luft als auch am Boden. Ausserdem ist es schön warm…. 46° C im Schatten beim warten auf den Rückholer, lassen einem so manchen Eisgedanken durch den Kopf gehen!Die Thermik ist erstaunlicherweise nicht ganz so stark als es die Temperaturen und die Landschaft erwarten lassen, ich würde mal sagen an einem knackigen Tag in den Alpen ist es deutlich anspruchsvoller zu fliegen als hier. Andreas „ Franz“ hat den inoffiziellen Höhenrekord während der Woche aufgestellt, hat wahrscheinlich an die Temperaturen am Boden gedacht und sich dann lieber mal auf 4500m katapultieren lassen! Ich war leuder die Woche nicht ganz fit, abe mich mit einem nervigen Nerv geplagt, der sich irgendwo verklemmt hat und konnte daher nicht so richtig angreifen.
    Federico hat das soziale Team untestützt. In den jeweiligen Etappenorten wurden in den Schulen oder an die ärmsten Familien Lebensmittelpakete, so wie Kleider oder einfach Zahnpflegemittel verteilt und Ihnen auch erklärt wie sie es verwenden sollen. Dabei kamen rührende Begegnungen zustande, die einem sicher noch lange in Erinnerung bleiben werden.

    Diese Idee würden wir gerne aufgreifen, da wir im nächsten Herbst auf jeden Fall eine Streckenflugwoche im Sertao organisieren werden, mit 100 % Wettergarantie!

    02.11.2009

    Strong conditions…!

    Hartes Brot für Gleitschirmflieger, wer um 9 nicht in der Luft war, hatte keine Chance mehr zu starten, da der Wind dann einfach zu stark wird. Es ist hier wirklich so, sobald die Sonne am Himmel steht, dass die Thermik einsetzt, bzw. der Wind.

    Wir zwei konnten als einzige Fetzenflieger richtig gut aufdrehen, nach ca 1 Stunde Geduldspiel mit ca 50m unter dem Hintern. Man muss sich als Bergflieger erstmal wieder daran gewöhnen, dass man hier meistens nicht mehr als 100m hohe Hügel zum starten hat. Leider standen wir aber dann auch bald wieder am Boden und konnten nicht wirklich viel Strecke hinter uns bringen. Haben uns dann die schönen Wolkenstrassen aus dem Auto angeschaut.

    Drei Drachen konnten das Ziel in Junco erreichen. Wir Gleitschirmflieger werden morgen eine Etappe überspringen und gleich nach Patu weiterfahren, da man hier keine Chance hat zu starten.

    Ate amanha

  • 01.11.2009

    Jetzt geht’s los…

    Nachdem wir uns ein paar Tage ans Klima gewöhnt haben, stand für uns heute leider nur Startplatzbesichtigung auf dem Programm, der Wind war zu stark. Glücklich wer hier einen Drachen zur Hand hat!

    Ab morgen startet die erste Etappe über 190km. Wir werden versuchen ab ca 8 Uhr am Startplatz zu stehen, da sehr bald der Wind zum starten zu stark wird. So ist die Fliegerei hier meistens, starke Winde und dazu sehr starke Thermik, aber wenn mal unterwegs ist, dann geht es ab!

    Wohnen gerade in Timbauba, eine kleine Stadt iin den Zuckerrohrfeldern. Nachts kämpfen die Ameisen, Geckos, Wandfrösche und Moskitos um die Herrschaft im Zimmer, aber ansonsten ist alles bestens…

    Da das ganze auch einen sozialen Hintergrund hat, es ist die ärmste Gegend von Brasilien, wurden heute in der Schule schon Essenspackete und Kleidung verteilt, ausserdem klärt ein Arzt die kleinen Kinder über einfache Gesundheitsfragen auf.

    Mehr gibt’s morgen oder auch unter www.sosertao.com.br dort kann man auch die Flüge mitverfolgen.